Möglichkeiten für das lokale Handwerk ergreifen und nutzen! - Stimmen zum Handwerksforum in Wilthen
Auf den Mönchswalder in die Bergbaude kamen am 11. September etwa 20 Gäste zum Handwerksforum des CDU-Kreisverbandes. Unter ihnen waren mit Torsten Schölzel und Tino Krupper zwei ranghohe Vertreter der Kreishandwerkerschaft Bautzen und auch der Präsident der Sächsischen Handwerkstages Uwe Nositz.
Ziel des Abends war es, nach sinnvollen und praktikablen Lösungsansätzen für die aktuellen Herausforderungen im lokalen Handwerk zu suchen. Doch längst nicht nur Probleme vor Ort drücken derzeit die Handwerksbetriebe in der Region, wie Dr. Andreas Brzesinski - Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden und Impulsgeber des Abends - schilderte.
Da sind zum Beispiel die noch immer sehr hohen Energiepreise, von denen trotz anders lautender Ankündigungen seitens der Bundesregierung derzeit noch keine Entlastung bei den Handwerkern angekommen ist. Ebenfalls ist, so Dr. Brzesinsnki, durch politische Vorgaben auf Landes- und Bundesebene in den letzten Jahren mehr und mehr Bürokratie aufgebaut worden. Ein Bürokratieabbau hingegen sei noch nicht in Sicht. Währenddessen müssten sich die Unternehmer teilweise zu etwa einem Drittel ihrer Arbeitszeit mit dem "Papierkram" befassen.
Aber auch der Kreis-CDU schrieben Dr. Brzesinski und die anwesenden Handwerksunternehmer einiges ins Pflichtenheft: so müsse dringend an der aktiven Verzahnung zwischen Dresden und dem Landkreis Bautzen bzw. ganz Ostsachsen gearbeitet werden, damit die Entwicklungen in der Landeshauptstadt nicht am Umland vorbeiliefen. Schwerpunkte, so Dr. Andreas Brzesinski, sind dabei unter anderem die Situation auf dem Wohnungsmarkt und im Bereich der verkehrlichen Infrastruktur. Auch müsse man darauf achten, dass etwa Großprojekte wie die Ansiedelung der Bundeswehr bei Bernsdorf auch für das Handwerk etwas abwerfen. Man müsse die regionale Versorgungsstruktur mit den lokalen Unternehmen stärken.
CDU-Kreischef Steffen Roschek: "Die Herausforderungen sind vielfältig und das anpacken duldet keinen Aufschub. Natürlich müssen wir hier immer wieder als Kreispartei in Richtung von Freistaat und Bund den Finger in die Wunde legen und Druck aufbauen. Wichtig für uns vor Ort ist es aber vor allem, die Möglichkeiten, die sich für unsere lokalen Handwerker durch die grundgute Entwicklung unserer Region mit ihren vielen Großansiedelungen bieten, gemeinsam mit ihnen zu ergreifen und zu nutzen. Dafür wollen wir künftig verstärkt eintreten."